Dienstag, 25. Dezember 2007

God Jul

Frohe Weihnachten heißt God Jul auf Norwegisch. Jul steht auch für die Wintersonnwende. Im Germanischen findet man das Wort Yule. Im Gegensatz zur englischen und deutschen Sprache hat sich dieses heidnische Wort im Norwegischen gehalten und keinen christlichen Aspekt dazu gewonnen.

Samstag, 22. Dezember 2007

Wintersonnwende

Heute ist für die Menschen im Norden ein besonderer Tag: Sola snur - die Tage werden wieder heller!
Mit großer Sehnsucht erwartet man die Wintersonnwende und das Licht.

In Oslo geht derzeit die Sonne um circa 9.15 Uhr auf und um circa 15 Uhr unter. An Tagen mit schlechtem Wetter hat man den Eindrück, sie wäre gar nicht aufgegangen. Speziell der November ist ein finsterer und kalter Monat - im Gegensatz zum Dezember, der erfüllt von Weihnachtsbeleuchtung und nordischen Weihnachtstradtionen ist.

Auch ich freue mich auf die Sonne :)

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Santa Lucia

Heute ist das Fest der Lucia, eine Heilige, die in Skandinavien besonders verehrt wird. Sie ist die Lichterkönigin - ihr Licht ist der Vorbote des Weihnachtslichts und erhellt die dunklen Tage im Norden.

Das Mädchen Lucia stammte eigentlich aus Sizilien. Die Legende besagt, dass Lucia nachts heimlich Essen für die Armen versteckt hat. Um beide Hände frei zu haben, setzte sie sich einen Lichterkranz auf den Kopf.

Santa Lucia wird speziell in Schweden gefeiert. Jede Stadt, jede Schule und jeder Kindergarten feiert ein eigenes Fest: Mädchen in weißen Kleidern und mit Kerzen in der Hand ziehen dann durch die Straßen. Lucia zu feiern wird auch in Norwegen immer beliebter. In Oslo fand heute in der schwedischen Gemeinde Margareta Kyran ein großes Lucia-Konzert statt. Es war wie Ostern und Weihnachten zusammen, als Lucia mit einem brennende Kerzenkranz auf dem Kopf, gefolgt von einer Schar von jungen Mädchen, singend in die dunkle Kirche einzog. Alle waren ergriffen, lauschten und staunten.

Nu bæres lyset frem
stolt på din krone
rundt om i hus og hjem
sangen skal tone
nu på Lucia-dag
hilser vort vennelag
Santa Lucia, Santa Lucia

Takk så mycke Sverige!

Dienstag, 11. Dezember 2007

Die kalten Menschen aus dem Norden?

Das Gerücht, das Norweger Distanzmenschen sind, möchte hier ausdrücklich widerlegen. Norweger sind Nähemenschen!

Um dies zu beweisen, bringe ich an dieser Stelle vier Gründe an:

1. In Norwegen gibt es keine Form des "Sies". Jeder sagt zu jedem "Du".
2. In Norwegen wird keiner, und wirklich keiner, mit dem Nachnamen angesprochen. Selbst der oberste Chef ist einfach der Lars oder der Jan Arild. Auch Lehrer und Hochschullehrer werden mit dem Vornamen angeredet.
3. In Norwegen ist es üblich, andere Menschen zu berühren, auch wenn man nicht eng befreundet ist - das gilt auch unter Kollegen.
4. Norweger sind gastfreundschaftlich. Besonders im Norden sind Gäste immer willkommen. Die meisten schließen nie ihre Türen ab. Besuche ohne Ankündigungen sind durchaus üblich.

Norwegen, ein Beispiel für uns Deutsche?

Lunsj und Middag

Norwegen hat meine Essgewohnheiten verändert. Middag ist man hier nicht mittags, sondern abends und mittags ist man Lunsj. Zu deutsch: Das Abendbrot wird schon beim Mittagessen gegessen und das Mittagessen wird aufs Abendbrot verschoben. Das ist kompliziert... und für meinen Magen war das mindestens genauso schwierig. Wochenlang habe ich versucht in der Kantine ein warme Mahlzeit, die einem deutschen Mittagessen ähnelt, aufzutreiben. Jeden Tag zwischen Spiegelei und Würstchen zu wählen, ist nicht gerade spannend und macht auch nicht satt! Nun habe ich es aufgegeben. Ich essen jetzt mein Abendbrot schon mittags. Und plötzlich hat sich mein Leben komplett verändert: Ich kann nun zwischen Semmeln, hellem und dunklem Brot wählen, zwischen Salami, Schinken, Brunost, Lachs und Eiaufstrich. Dazu ein Glas Milch und eine Karotte. Das perfekte Abendessen! Und, was mache ich nun abends? Ich koche warm und freue mich auf das Mittagessen.

Kinderreiches Oslo

Norwegen ist ein kinderreiches Land - und vorallem ist es kinderlieb. Am Nationalfeiertag, dem 17. Mai, ziehen die Kinder in einem Zug durch alle Dörfer und Städte Norwegens. Mit einer Fahne in der Hand und einem Hjertesmil (herzlichen Lachen) laufen sie singend durch die Straßen. Auch während des Jahres spielt das Thema Familie in der Gesellschaft eine große Rolle: Mit einer Selbstverständlichkeit nehmen Mama und Papa die Elternzeit und gehen früher von der Arbeit, um die Barna (Kinder) vom Kindergarten abzuholen. In manchen Restaurants gibt es sogar Kindertoiletten und auch die Norwegische Staatsbahn bietet in manchen Zügen Spielabteils für die Kleinen an. Kinder oder Karriere? Das gibt es in Norwegen nicht. Hier arbeitet Mann und Frau. Die Kindergärten sind bis 17 Uhr geöffnet und die Freizeit des Nachwuchses während der Schulzeit regelt eine Schulfreizeitordnung. Erst um 16 Uhr können die norwegischen Kinder und Jugendlichen nach Hause gehen.

Experten sagen, dass Kinder in Norwegen immer mehr zum guten Ton gehören. Hier heißt es nicht: "Und wie viele Autos hast du?", sondern "Na, wie viele Kinder hat deine Familie?"

Samstag, 24. November 2007

Einfach nur raus!

Viele Oslo-Touristen staunen darüber, dass man im Winter überall in der Stadt draußen sitzen kann. Man könnte nun denken, dass dies nur deswegen so ist, weil man in norwegischen Restaurants und Bars nicht rauchen darf. Doch die Erklärung ist zu einfach. Dieses Phänomen hat etwas mit der nordischen Kultur zu tun. Norwegen ist nämlich eine Friluftsliv-Nation. Jede Gelegenheit wird genutzt, an der frischen Luft zu sein. Selbst frostige Temperaturen halten die Norweger nicht davon ab. Wäremlampen stehen vor jedem Lokal - wenn man dann immer noch friert, kann man sich auch eine Decke nehmen.

Man gewöhnt sich langsam an den Anblick, dass Menschen mit Mützen und Handschuhen vor dem Restaurant sitzen und ein Bier trinken.

Mittwoch, 21. November 2007

Touristenläden

So in etwa könnte man einen Besuch in einem Touristenladen beschreiben: Tritt man über die Türschwelle, schauen den Norwegen-Reisenden erst einmal 20 Trolle an. Wirre Haare haben sie und zerfurchte Gesichter. Daneben liegen Käsemesser, auch Ostehobel genannt, mit fein geschnitzen Griffen. Auf den Regalen thronen Wikingerhelme und -schiffe. Weiter geht es in den vollgestopften Läden zum Fotoständer. Dort staunt man nur über Postkarten mit grellrotem Nordlicht und perfekt positionierten Rentieren. Norwegen als Land hat auf den Karten und in den Büchern scheinbar nur ein paar schöne Ecken zu bieten. Immer wieder ist der Aurlandsfjord zu sehen, der Preikestolen und der Vigelandsparken in Oslo. War noch keiner von den Postkarten-Machern in Nordreisa, in Skaidi, in Alta oder in Kautokeino?

Und wer ist es, der sich Troll-Glaskugeln und Wikinger-Zinnfiguren ins Wohnzimmerregal stellt? Wer schwitzt im Norwegerpulli in Deutschland? Gibt es Menschen, die eine Shamanentrommel an die Küchentür hängen?

Für einzigartige Einkäufe aus dem Land des Nordlichts und der Mitternachtssonne empfehle ich "Juhls Silver Gallery" in Oslo hinter dem Rathaus.

Samstag, 10. November 2007

Oslo ist eine Insel

Oslo ist wie eine Insel - wenn man hinausschwimmt aufs offene Meer, dann ist man in Norwegen! Oslo ist ein Phänomen. Oslo nicht Norwegen, Oslo ist eine Welt für sich. Es gibt in Norwegen keine Großstadt, außer Oslo. Oslo ist die einzige Stadt in Norwegen, die eine U-Bahn besitzt. An keinem Ort in Norwegen gibt es so wenige Holzhäuser wie in Oslo. Keine Stadt in diesem großen Land ist so international wie Oslo.
Doch abgesehen davon, dass Oslo nicht Norwegen ist, ist Oslo eine schöne Stadt, die viel zu bieten hat. Die Marka im Norden, der Fjord im Süden, ganz unterschiedliche Stadtteile, ein großes buntes kulturelles Leben und einen König, der im Schloss residiert.

Hurra for Oslo!

Sonntag, 4. November 2007

Der Stillerom

Im norwegischen Zug NSB kann man entspannen, lernen, lesen, dichten, die Fahrt und die Landschaft genießen. Im Stillerom ist jedes Handy auf lautlos gestellt und alle schweigen.

Am Oslofjord gleitet der Zug entlang. Der Himmel ist gelb, rot und orange. Das Meer ist tiefblau. Im abgedunkelten Raum sitzen wir Passagiere und schauen hinaus, in die mächtige und schöne Natur. Nach einer Stunde fährt dann der Zug aus Fredrikstad in Oslo ein. Entspannt steigen wir aus dem Stillerom und werden ein Teil der hektischen Großstadt.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Der Friedensnobelpreis

In Oslo wird jedes Jahr am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, der Friedensnobelpreis im Rathaussaal verliehen. Ein fünfköpfiges Komitee, ernannt vom norwegischen Parlament, dem Storting, bestimmt darüber, wer den besonderen Preis verdient hat.
Alfred Nobel war selbst Schwede. Es wird vermutet, dass der Friedensnobelpreis deswegen in Oslo verliehen wird, weil Norwegen von 1814 bis 1905 in einer Union mit Schweden war. Die anderen Preise, in den Kategorien Phyisk, Medizin und Psychologie, Chemie und Literatur werden in Stockholm verliehen. Nobel wollte dem Unionspartner, der unter anderem zu dieser Zeit schon sehr demokratisch war, auch einen der Preise zukommen lassen.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Oslo und das Königshaus

Seit 3 Wochen bin ich nun in Oslo und habe schon zweimal König Harald, einmal Königin Sonja und einmal Kronprinz Haakon gesehen. Haakon fuhr letzte Woche in einer Limousine an mir vorbei. Harald und Sonja sah ich bei der Eröffnung des norwegischen Parlaments an meinem ersten Tag in Oslo. Heute hat Harald an der 100-Jahres-Feier der Studentengemeinde Oslo teilgenommen.

Auch Haralds Vater König Olav sah man häufig in der Stadt. Es gibt Bilder, auf denen man sieht, wie sich Olav eine Fahrkarte für die T-Ban kauft. Seine Reise ging, wie die vieler Norweger, zum Forgnerseteren, wovon man schöne Wanderungen und Skitouren unternehmen kann.

Wenn ich nun an das norwegische Königshaus denke, denke ich nicht an die Regenbogenpresse in Deutschland, sondern an eine ganz normale Familie, die am Alltag in Oslo teilnimmt.

Freitag, 19. Oktober 2007

Chaos in Oslo! Hilfe Leitungswasser!

In Oslo sind Parasiten im Leitungswasser. "Vi kan ikke lenger drikke vann fra springen!!"
Das hat weitreichende Folgen auf den Alltag hier in Oslo... Man ist ständig müde, weil es in der Arbeit keinen Kaffee mehr gibt, dazu kommen Kopfschmerzen, weil man zu wenig trinkt. Auch den wohlverdienten Feierabend muss man damit füllen, Wasser abzukochen, um später Zähneputzen zu können.

Die Leute hier in Oslo hängen sich Zettel an die Wasserhähne, die Zeitung "Aftenposten" gibt Tipps zur leichteren Bewältigung des Alltags. Und irgendwie hat man ständig Angst mit diesen fiesen Parasiten (bei einer ähnlichen Epidimie wurden in Bergen 6000 Menschen krank) in Berührung zu kommen. Und dennoch wage ich es, zu duschen und meine Hände zu waschen.

Wir, hier in Oslo können nur hoffen, dass bald wieder der normale Alltag einkehrt! Wir wollen Kaffee in der Arbeit und Wasser vom Wasserhahn!

Sonntag, 14. Oktober 2007

Majorstuen

Majorstuen - Das Wohnzimmer, die gute Stube des Majors. Das klingt fein und nobel! Ungefähr so kann man sich auch den Stadtteil Majorstuen vorstellen. Einfamilienhäuser, Gärten, schöne Hausfassaden ... nette Einkaufsstraßen, Kinos, Pubs ... Majorstuen. In der Nähe befindet sich auch der Skulpturenpark Vigelandsparken.

Oslo teilt sich generell in den nobeln Westen und den armen Osten, den Arbeitervierteln. Im Westen (hinter dem Schloss gelegen) befindet sich zum Beispiel Frogner, Majorstuen und Bygdoy. Im Osten liegen Toyen, Gronland und Grünerlokka.

Montag, 8. Oktober 2007

Grönland


Über Grönland kann man wohl nicht genug schreiben. Grönland ist bunt, Grönland ist vielfältig, Grönland ist ungewöhnlich ... es duftet nach exotischen Gerüchen, die Menschen kommen aus Pakistan, Afrika, Marokko ... und aus Deutschland! Grönland ist das ärmste Viertel Oslos, es ist ein Einwandererviertel. Dreckig, inspiererend, heruntergekommen, farbenfroh - ein Basar, auf dem Menschen unterschiedlicher Herkunft einen Platz haben. Grönland bietet mir die Möglichkeit das Gefühl zu haben, nicht in Norwegen zu sein. I det hele tatt - überhaupt nicht. Hier wimmelt es nur von Einwandererläden. Ich kaufe Oliven, Pita-Brot, Humus, Schafskäse und Avokado. Einen Einkauf im norwegischen Supermarkt mit Wahlfischsteak und Fischpudding kann man damit, wenn man möchte, vermeiden. Und wenn es einen Deutschen nach der Heimat sehnt, dann kann auch Grönland Abhilfe verschaffen. Apfelschorle und deutsches Jogurth gibt es bei Lidl und das Goethe-Insitut hat eine wunderschöne, ruhige Bibliothek mit einem großen Angebot an neuer deutscher Belletristik, Filmen und Hörspielen.

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Die Ausländerbehörde in Oslo

War von euch schon mal jemand in einer Ausländerbehörde? Ein solcher Besuch ist wirklich höchst interessant. In Oslo ist der Andrang unglaublich groß. Im Internet kann man lesen, dass man am besten schon um 7 Uhr früh da sein soll, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Also stand ich um 6 Uhr auf und ging in Richtung Politihuset - doch das war leider die falsche Behörde, ich wurde schließlich in die Storstraße verwiesen. Dort angekommen, zog ich einen Zettel mit der Nummer 177. Auf der Anzeige blinkte jedoch erst die Nummer 12! Das versprach eine sehr lange Wartezeit - es war erst halb neun. Also ging ich einkaufen, nach Hause und war um halb zwölf wieder dort. Dann kam ich in der nächsten halben Stunde dran. Das war gut berechnet. Ich saß dann also zwischen Indern, Afrikanern und Pakistani in Oslos Ausländerbehörden. Manche hatten sogar ihre ganze Familie mitgebracht. Es ging zu wie am Basar! Ein Kommen, ein Gehen, fremde Sprachen, vermummte Gestalten ... es war ein Erlebnis! In ein paar Tagen wird dann hoffentlich auch die Aufenthaltsgenehmigung, die für Deutsche einfach und kostenlos zu bekommen ist, ins Haus flattern.

Dienstag, 25. September 2007

Friluftsliv - Der Versuch einer Übersetzung

Seit langem denke ich schon darüber nach, wie man wohl am besten das norwegische Wort "Friluftsliv" ins Deutsche übersetzen könnte.

In Wörterbüchern findet sich beispielsweise dafür "Erholung im Freien". Das ist jedoch nicht treffend genug. Ich habe auch schon "Frischluftsleben" gelesen. Grauenhaft. Da läuft es mir eiskalt den Rücken herunter...

Vielleicht hilft eine Definition des Begriffs. Friluftsliv ist eine Kombination aus Naturerlebnis und Sport. Es ist Erholung, Befreiung, Anstrengung und Erlebnis.

Naturerlebnis wäre deshalb noch am treffendsten. Jedoch schließt das den Punkt "Sport" aus, der ein wichtiges Element des Friluftsliv ist.

FAZIT: Es gibt keine passende deutsche Übersetzung! Deswegen bin ich dafür das Wort "Friluftsliv" als gängiges Wort in der deutschen Sprachen zu verwenden. Jedoch wird dies leider nie geschehen, das das Friluftsliv kein bedeutender Teil der deutschen Kultur ist.

Montag, 27. August 2007

Filmtipp: Buddy

Ein Film von Morten Tyldum; ausgezeichnet mit dem Publikumspreis des Norwegischen Filmfestivals, des Warschauer Internationalem Filmfestivals und des Filmfestivals von Karlsbad.

Es geht um fünf junge Menschen, die auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind. Elisabeth will Geld, Macht und Ansehen, Geir ist auf der Suche nach seiner Identität, seiner Familie. Stig Inge kämpft mit seinen Ängsten den Toyen-Wohnblock in Oslo nicht verlassen zu können und Kristoffer träumt von der großen Liebe ... Ohne es zu wollen, werden die WG-Bewohner Geir, Stig Inge und Kristoffer TV-Stars im norwegischen Fernsehen. In genau dieser Situation kommt die Freundschaft der drei Jungs auf den Prüfstand.

Es geht um Karriere oder Freundschaft, um Bekenntnis oder Verheimlichung, um die wahre Liebe oder Berechnung.
Buddy - ein Film für Menschen auf der Suche nach sich selbst ...

Sprache: Norwegisch, auch mit englischem Untertitel

Samstag, 7. Juli 2007

Grønland - wo liegt Grønland?
Das Grønland, das ich meine, liegt nicht zwischen Nord-Kanada und Island. Es ist nicht das Grønland der Inuit, der Eisbären, der Eisberge und der atemberaubend schönen Landschaft. In diesem Grønland sieht man nur selten Nordlichter am Himmel tanzen und auch der Hundeschlitten ist eher selten in Gebrauch. Das Grønland, das ich meine, ist ein Stadtteil von Oslo.

Donnerstag, 28. Juni 2007

Fram in Oslo

Einen Tipp:Das Fram-Museum

Roald Amundsen segelte mit der Fram so weit, bis er das Eis am Nordpol und am Südpol erreichte. Die Fram war so konstruiert, dass sie nicht im Eis einfrieren würde. Nein, sie würde nicht zerquetscht werden, sondern aus dem Eis nach oben steigen.

Auf die Fram kann man sogar "an Bord" gehen. Man kann die Mannschaftsräume, die Kajüten und das Deck des Schiffes richtig erleben.

Wenn man dann dort oben steht, bekommt man sogar an einem heißen Sommertag in Oslo Gänsehaut, wenn man an die Strapazen und die Kälte denkt, denen die Mannschaft ausgesetzt war ...

Donnerstag, 14. Juni 2007

Norwegisch für Auswanderer I

Hybel = Kleines Zimmer in einer Wohngemeinschaft
Oppholdstillatelse = Aufenthaltsgenehmigung
Pose? = Frage an der Supermarktkasse nach einer Plastiktüte
legevakt = Notaufnahme auch bei Schnupfen :)
tur = eine Reise, eine Wandertour, eine Spazierfahrt, ein Einkaufsbummel ...
tyskerne = die Deutschen
brunost = brauner, leckerer Käse (mmmhhh!)
Rema 1000 = Supermarktkette

Sonntag, 10. Juni 2007

Sol og sommer

Der Wetterbericht für Oslo:

28 Grad und Sonne!

Sonnenbilder gibt es unter www.webcamsinnorway.com

Samstag, 9. Juni 2007

Armes, armes kleines, großes Oslo

Hei,

velkommen auf "uschlu - der oslo blog".

Ich möchte den blog mit einem Text von Lars Lillo Sternberg eröffnen:

"Armes, armes, armes, armes, armes
kleines großes Oslo.
Die Stadt versucht alles,
um der Welt zu zeigen,
dass sie eine Weltstadt ist.
Aber viele werden verzaubert
von einem Haufen von Straßencafés
mit ausländischen Namen
und Schweden als Bedienung.

Armes, armes, armes, armes, armes
kleines großes Oslo.

Wie viele haben die Erlaubnis dazu bekommen,
zu versuchen, dich neu aufzubauen.
Es werden Häuser und Straßen entfernt,
um Rücksicht auf die Autofahrer zu nehmen.
Dann werden Parkhäuser gebaut
und mit Ibsen benannt.

Armes, armes, armes, armes, armes
kleines großes Oslo.

Wenn du Tourist bist,
reise lieber nach Bergen
oder besuche den Jotunheim-Nationalpark.
Aber ich muss hier bleiben,
weil hier so viel passiert,
was dort nicht geschieht."