In Oslo wird jedes Jahr am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, der Friedensnobelpreis im Rathaussaal verliehen. Ein fünfköpfiges Komitee, ernannt vom norwegischen Parlament, dem Storting, bestimmt darüber, wer den besonderen Preis verdient hat.
Alfred Nobel war selbst Schwede. Es wird vermutet, dass der Friedensnobelpreis deswegen in Oslo verliehen wird, weil Norwegen von 1814 bis 1905 in einer Union mit Schweden war. Die anderen Preise, in den Kategorien Phyisk, Medizin und Psychologie, Chemie und Literatur werden in Stockholm verliehen. Nobel wollte dem Unionspartner, der unter anderem zu dieser Zeit schon sehr demokratisch war, auch einen der Preise zukommen lassen.
Sonntag, 28. Oktober 2007
Sonntag, 21. Oktober 2007
Oslo und das Königshaus
Seit 3 Wochen bin ich nun in Oslo und habe schon zweimal König Harald, einmal Königin Sonja und einmal Kronprinz Haakon gesehen. Haakon fuhr letzte Woche in einer Limousine an mir vorbei. Harald und Sonja sah ich bei der Eröffnung des norwegischen Parlaments an meinem ersten Tag in Oslo. Heute hat Harald an der 100-Jahres-Feier der Studentengemeinde Oslo teilgenommen.
Auch Haralds Vater König Olav sah man häufig in der Stadt. Es gibt Bilder, auf denen man sieht, wie sich Olav eine Fahrkarte für die T-Ban kauft. Seine Reise ging, wie die vieler Norweger, zum Forgnerseteren, wovon man schöne Wanderungen und Skitouren unternehmen kann.
Wenn ich nun an das norwegische Königshaus denke, denke ich nicht an die Regenbogenpresse in Deutschland, sondern an eine ganz normale Familie, die am Alltag in Oslo teilnimmt.
Auch Haralds Vater König Olav sah man häufig in der Stadt. Es gibt Bilder, auf denen man sieht, wie sich Olav eine Fahrkarte für die T-Ban kauft. Seine Reise ging, wie die vieler Norweger, zum Forgnerseteren, wovon man schöne Wanderungen und Skitouren unternehmen kann.
Wenn ich nun an das norwegische Königshaus denke, denke ich nicht an die Regenbogenpresse in Deutschland, sondern an eine ganz normale Familie, die am Alltag in Oslo teilnimmt.
Freitag, 19. Oktober 2007
Chaos in Oslo! Hilfe Leitungswasser!
In Oslo sind Parasiten im Leitungswasser. "Vi kan ikke lenger drikke vann fra springen!!"
Das hat weitreichende Folgen auf den Alltag hier in Oslo... Man ist ständig müde, weil es in der Arbeit keinen Kaffee mehr gibt, dazu kommen Kopfschmerzen, weil man zu wenig trinkt. Auch den wohlverdienten Feierabend muss man damit füllen, Wasser abzukochen, um später Zähneputzen zu können.
Die Leute hier in Oslo hängen sich Zettel an die Wasserhähne, die Zeitung "Aftenposten" gibt Tipps zur leichteren Bewältigung des Alltags. Und irgendwie hat man ständig Angst mit diesen fiesen Parasiten (bei einer ähnlichen Epidimie wurden in Bergen 6000 Menschen krank) in Berührung zu kommen. Und dennoch wage ich es, zu duschen und meine Hände zu waschen.
Wir, hier in Oslo können nur hoffen, dass bald wieder der normale Alltag einkehrt! Wir wollen Kaffee in der Arbeit und Wasser vom Wasserhahn!
Das hat weitreichende Folgen auf den Alltag hier in Oslo... Man ist ständig müde, weil es in der Arbeit keinen Kaffee mehr gibt, dazu kommen Kopfschmerzen, weil man zu wenig trinkt. Auch den wohlverdienten Feierabend muss man damit füllen, Wasser abzukochen, um später Zähneputzen zu können.
Die Leute hier in Oslo hängen sich Zettel an die Wasserhähne, die Zeitung "Aftenposten" gibt Tipps zur leichteren Bewältigung des Alltags. Und irgendwie hat man ständig Angst mit diesen fiesen Parasiten (bei einer ähnlichen Epidimie wurden in Bergen 6000 Menschen krank) in Berührung zu kommen. Und dennoch wage ich es, zu duschen und meine Hände zu waschen.
Wir, hier in Oslo können nur hoffen, dass bald wieder der normale Alltag einkehrt! Wir wollen Kaffee in der Arbeit und Wasser vom Wasserhahn!
Sonntag, 14. Oktober 2007
Majorstuen
Majorstuen - Das Wohnzimmer, die gute Stube des Majors. Das klingt fein und nobel! Ungefähr so kann man sich auch den Stadtteil Majorstuen vorstellen. Einfamilienhäuser, Gärten, schöne Hausfassaden ... nette Einkaufsstraßen, Kinos, Pubs ... Majorstuen. In der Nähe befindet sich auch der Skulpturenpark Vigelandsparken.
Oslo teilt sich generell in den nobeln Westen und den armen Osten, den Arbeitervierteln. Im Westen (hinter dem Schloss gelegen) befindet sich zum Beispiel Frogner, Majorstuen und Bygdoy. Im Osten liegen Toyen, Gronland und Grünerlokka.
Oslo teilt sich generell in den nobeln Westen und den armen Osten, den Arbeitervierteln. Im Westen (hinter dem Schloss gelegen) befindet sich zum Beispiel Frogner, Majorstuen und Bygdoy. Im Osten liegen Toyen, Gronland und Grünerlokka.
Montag, 8. Oktober 2007
Grönland

Über Grönland kann man wohl nicht genug schreiben. Grönland ist bunt, Grönland ist vielfältig, Grönland ist ungewöhnlich ... es duftet nach exotischen Gerüchen, die Menschen kommen aus Pakistan, Afrika, Marokko ... und aus Deutschland! Grönland ist das ärmste Viertel Oslos, es ist ein Einwandererviertel. Dreckig, inspiererend, heruntergekommen, farbenfroh - ein Basar, auf dem Menschen unterschiedlicher Herkunft einen Platz haben. Grönland bietet mir die Möglichkeit das Gefühl zu haben, nicht in Norwegen zu sein. I det hele tatt - überhaupt nicht. Hier wimmelt es nur von Einwandererläden. Ich kaufe Oliven, Pita-Brot, Humus, Schafskäse und Avokado. Einen Einkauf im norwegischen Supermarkt mit Wahlfischsteak und Fischpudding kann man damit, wenn man möchte, vermeiden. Und wenn es einen Deutschen nach der Heimat sehnt, dann kann auch Grönland Abhilfe verschaffen. Apfelschorle und deutsches Jogurth gibt es bei Lidl und das Goethe-Insitut hat eine wunderschöne, ruhige Bibliothek mit einem großen Angebot an neuer deutscher Belletristik, Filmen und Hörspielen.
Donnerstag, 4. Oktober 2007
Die Ausländerbehörde in Oslo
War von euch schon mal jemand in einer Ausländerbehörde? Ein solcher Besuch ist wirklich höchst interessant. In Oslo ist der Andrang unglaublich groß. Im Internet kann man lesen, dass man am besten schon um 7 Uhr früh da sein soll, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Also stand ich um 6 Uhr auf und ging in Richtung Politihuset - doch das war leider die falsche Behörde, ich wurde schließlich in die Storstraße verwiesen. Dort angekommen, zog ich einen Zettel mit der Nummer 177. Auf der Anzeige blinkte jedoch erst die Nummer 12! Das versprach eine sehr lange Wartezeit - es war erst halb neun. Also ging ich einkaufen, nach Hause und war um halb zwölf wieder dort. Dann kam ich in der nächsten halben Stunde dran. Das war gut berechnet. Ich saß dann also zwischen Indern, Afrikanern und Pakistani in Oslos Ausländerbehörden. Manche hatten sogar ihre ganze Familie mitgebracht. Es ging zu wie am Basar! Ein Kommen, ein Gehen, fremde Sprachen, vermummte Gestalten ... es war ein Erlebnis! In ein paar Tagen wird dann hoffentlich auch die Aufenthaltsgenehmigung, die für Deutsche einfach und kostenlos zu bekommen ist, ins Haus flattern.
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