Mittwoch, 21. November 2007

Touristenläden

So in etwa könnte man einen Besuch in einem Touristenladen beschreiben: Tritt man über die Türschwelle, schauen den Norwegen-Reisenden erst einmal 20 Trolle an. Wirre Haare haben sie und zerfurchte Gesichter. Daneben liegen Käsemesser, auch Ostehobel genannt, mit fein geschnitzen Griffen. Auf den Regalen thronen Wikingerhelme und -schiffe. Weiter geht es in den vollgestopften Läden zum Fotoständer. Dort staunt man nur über Postkarten mit grellrotem Nordlicht und perfekt positionierten Rentieren. Norwegen als Land hat auf den Karten und in den Büchern scheinbar nur ein paar schöne Ecken zu bieten. Immer wieder ist der Aurlandsfjord zu sehen, der Preikestolen und der Vigelandsparken in Oslo. War noch keiner von den Postkarten-Machern in Nordreisa, in Skaidi, in Alta oder in Kautokeino?

Und wer ist es, der sich Troll-Glaskugeln und Wikinger-Zinnfiguren ins Wohnzimmerregal stellt? Wer schwitzt im Norwegerpulli in Deutschland? Gibt es Menschen, die eine Shamanentrommel an die Küchentür hängen?

Für einzigartige Einkäufe aus dem Land des Nordlichts und der Mitternachtssonne empfehle ich "Juhls Silver Gallery" in Oslo hinter dem Rathaus.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo Esther
Silver Gallery klingt gut. Such Dir was schönes zu Weihnachten aus.
Vielleicht kannst ja den Jo und die Maggi mal mitnehmen wenn sie dich besuchen.
Liebe Gruesse
Deine Familie